Kräuterspaziergang mit Verkostung

Am Samstag, dem 25. April, trafen wir uns in Erlbach bei Marina Gerstner zu einem Kräuterspaziergang mit anschließender Verkostung. Obwohl ich die meisten vorgestellten Kräuter vom Namen und Aussehen her kannte und diese auch in unserem Garten wachsen, habe ich doch noch einiges dazu gelernt. So zum Beispiel, dass man den Giersch – des Gärtners Alptraum – nicht nur im Salat verwenden kann. Aus der Pflanze lässt sich auch Spinat, Gemüse und sogar eine Sommerlimonade zubereiten. Für Letzteres einfach Giersch mit Zitrone und Zucker über Nacht in Mineralwasser ziehen lassen. Fertig ist die Käuterlimonade. Voriges Jahr hatte ich das Kraut Gundermann (oder auch Gundelrebe) gesucht und in der Natur nicht gefunden. Nachdem ich mir bei unserer Kräuterwanderung das Pflänzchen genau angeschaut habe, OH WUNDER, wuchs es auch in unserem Garten. Nun kann ich Marinas leckere „After Eight“-Butter herstellen. Dazu mischt man Butter mit kleingehacktem Gundermann, Kakao und Zucker. Weiterhin habe ich nun alle Zutaten für meinen Maitrunk (nach dem Rezept der Klosterfrauen aus dem neunten Jahrhundert).

Hier das Rezept.

Zutaten: drei Liter trockener Weißwein, 20 g Waldmeisterblüten und Blätter, 20 g Walderdbeerblätter (ich nehme Monatserdbeerblätter), 10 g Blätter der schwarzen Johannisbeere, 10 g Blätter der Gundelrebe und 150 g Staubzucker

Zubereitung: Die Blätter werden in ein mäßig vorgewärmtes, großes Gurkenglas gelegt, mit Staubzucker abgedeckt und zwei bis drei Stunden stehengelassen. Danach wird der Wein darüber gegossen. Nun nochmals drei Stunden ziehen lassen, anschließend filtern, in Flaschen füllen, verkorken und liegend aufbewahren.

Dieses Getränk, das als sehr belebend und nach Mahlzeiten verdauungsfördernd gilt, hält im Keller viele Monate. Mehr Rezepte zum Thema stehen auch im Buch „Delikatessen aus Unkräutern“ von Graupe/Koller Orac Verlag.

Eva-Maria Rahm

Zurück