Kletterkurs 18.04

Sicher auf den Klettergipfel

Am 17.04.2026 fand ein Kletterkurs „Sicher auf den Klettergipfel“ im Steinicht statt. Verantwortlich hierfür waren Henry und Jens Bartsch. Der Kletterlehrgang war bereits kurz nach Veröffentlichung ausgebucht. Aus organisatorischen Gründen konnten nur vier Kletterbegeisterte daran teilnehmen. Es zeigte sich jedoch schnell, dass das Interesse deutlich größer ist – einige Sportfreunde mussten auf das nächste Jahr vertröstet werden.

Treffpunkt war um 11:00 Uhr am Parkplatz Rentzschmühle im Elstertal. Von dort führten uns die beiden Ausbilder elsterabwärts auf der thüringischen Seite gemeinsam mit Elisabeth, Nico, René und mir, Christian, zum Kletterfelsen. Ziel war der Uhustein. Diesen hatten Henry und Jens bereits eine Woche zuvor vom Efeu befreit und damit optimale Bedingungen geschaffen. Im Mittelpunkt des Kurses stand nicht das reine Klettern, sondern vor allem die richtige Sicherung – sowohl beim Aufstieg als auch beim Abstieg.

Unterhalb des Felsens legten wir unsere Ausrüstung an und teilten uns in zwei Gruppen auf. Zunächst wurden verschiedene Sicherungstechniken ausführlich erklärt und demonstriert. Für mich, der bislang nur im Toprope geklettert war, bedeutete das: aufmerksam zuhören und konzentriert bleiben. Anschließend kletterten wir die erste Etappe bis zu einem kleinen Plateau, wo die nächsten Inhalte vermittelt wurden. Themen wie HMS-Karabiner, Halbmastwurf, Mastwurf, Sackstich sowie das richtige Fixieren am Standplatz standen im Fokus. Henry und Jens behielten dabei mit ihrer ruhigen und souveränen Art jederzeit den Überblick.

Die Ausbilder stiegen jeweils im Vorstieg vor, während die beiden anderen Mitglieder der Seilschaft folgten. Auf dem Gipfel angekommen, gab es weitere wichtige Hinweise. Nun kam auch die Abseilacht zum Einsatz. Nach dem Abseilen hatten wir die Gelegenheit, das Gelernte direkt anzuwenden und den Uhustein ein weiteres Mal zu bezwingen. René übernahm dabei die besondere Aufgabe, das Gipfelbuch zu holen. Dieses befindet sich nicht direkt auf dem Gipfel, da dieser auch zu Fuß erreichbar ist und man Missbrauch vermeiden möchte.

Nachdem Henry uns noch die Geschichte der Einführung des Gipfelbuchs in Sachsen nähergebracht hatte und wir uns alle eingetragen hatten, seilten wir uns erneut ab. Gerne hätten wir noch weitere Kletterversuche unternommen, doch die Zeit war bereits fortgeschritten und das Wetter kündigte Regen an.

Am Fuße des Felsens blickte man schließlich in viele zufriedene Gesichter – sowohl bei den Ausbildern als auch bei den Teilnehmern. Alle hatten große Freude an diesem Tag. Übrigens verrieten uns die Bartsch-Brüder, dass dieser Kurs zum ersten Mal stattfand. Wir waren also gewissermaßen die „Alpha-Version“. Eine schöne Idee – und hoffentlich der Beginn vieler weiterer Kurse.

 

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