Sternesammeln zu Mittsommer
Wieder Mittsommer, wieder Hirschenstein, wieder Feuer auf dem Balkon des Vogtlands. Das Programm des traditionsreichen Festes ist überschaubar, aber in keinster Weise unpopulär. Manche Feste rechtfertigen sich durch ihr Programm, andere schlicht durch ihre Wiederholung. Unsere Sonnwendfeier gehört zur zweiten Sorte – und das ist schlicht das beste Statement für eine Veranstaltung. Das sag nicht ich, das sagt die Zahl derer, die dabei waren: 22 ausgewachsene und 4 nachwachsende Kletterer trudelten zwischen halb elf und dem frühen Nachmittag am Felsen ein und kletterten, was dieser hielt.
Zuweilen ist er ja ein bisschen widerborstig, fast störrisch, möchte man sagen. Manchmal wirft er mit Griffen und Tritten nach den wuselnden Besuchern, manchmal schüttelt er gar die doch so an ihm Hängenden ab. Aber immer ist er auch ein belohnender Gastgeber. Er spendiert die meisten Sterne, die ein Felsen im Vogtland für seine Wege zu geben bereit ist. Zwanzig Sterne in zwanzig Wegen – der Hirschenstein ist doch das, was die Sternquellbrauerei von sich behauptet zu sein: der Sternquell des Vogtlands. Nur prickelt er anders. Ihr merkt schon, hier schreibt ein Fan.
Kuchen? Na klar, wie immer. Die Unterlassungsforderung müssten Heiko und Nadine schon gegen sich selbst erwirken – wir tun es bestimmt nicht. Fleißigstes Bienchen? Matze. Hat alle Wege gemacht und damit die meisten Sterne gesammelt. Grüner als Shrek? Kristin, Norbert und André. Sie pedelten den Felsen aus eigener Kraft an. Die Geduldigsten? Die Kinder. Als sie merkten, dass es schier kein Ende nehmen wollte, fanden sie doch noch zusammen.
Keine Sonnenwende ohne Feuer. Wieder war es la familia Schmied, die in ihren Garten einlud. Großen Dank dafür und wieder kann ich bestätigen: In Schöneck feiert sich’s super!
Die ham Wetter, koa iech eich soong!
Frank Weller
(liebt es, dabeigewesen zu sein)




